Es werden immer weniger Singvögel im Vorgarten. Sie finden immer weniger fressen, ihre Nistmöglichkeiten sind spartanisch und die Beutegreifer wie Elstern und Krähen in der Überzahl. Naturschutzverbände greifen zu drastischen Slogans wie „Showdown im Vorgarten“. Um dem entgegenzuwirken und den kleinen Piepmätzen unter die Flügel zu greifen, habe ich dieses schöne handgefertigte Vogelhaus entworfen und gefertigt. Es ist ein handbemaltes Unikat und eine Hommage an die kleinen Singvögel und die Arbeit die sie verrichten.
Jeder Arbeitsschritt, inklusive dem filigranen Zeichnen, ist Handarbeit und erforderte eine ruhige Hand und ein waches Auge.
Die Nisthöhle ist handgedreht auf der Töpferscheibe und verfügt über einige Besonderheiten, um es den zukünftigen Mietern möglichst einfach zu machen.
Dafür wurde:
- Ein Vordach als Regenschutz angebracht
- Ein möglichst kleines Loch angebracht, um eine „Fremdnutzung“ zu vermeiden
- An der Front Loch für Stöcker als Anflughilfe ausgestanzt
- An der Oberseite ein kleines Loch zur Befestigung an einem Baum gestanzt
- Die Innenseite für Diskretion dunkelbraun glasiert
- An der Unterseite ein sehr kleines Loch gestochen, um ggf. hineingelaufenes Wasser abfließen zu lassen
Um sich möglichst gut einzufügen im Garten, wurde die Nistzwiebel von Hand mit Rotkehlchen bemalt. Abschließend wurde die Nisthilfe von außen mit einer hochglänzenden Glasur überzogen.
Die Maße sind in etwa 14 x 11 cm. Die Zwiebel selbst hat einen Durchmesser von ca. 10 cm. Das Einflugloch ist ca. 3 cm groß. Damit gut für Blau- und Tannenmeisen sowie für Feldsperlinge geeignet. Durch das relativ kleine Loch ist die „Fremdvermietung“ an beispielsweise Stare ausgeschlossen.
Aufgrund der leuchtend fröhlichen Farben, konnte die Zwiebel nicht als Steinzeug gebrannt werden. Sie ist nicht vollständig Wasserdicht und muss bei Frost hereingeholt werden.
Weitere Informationenfindest Du unter
Paul Schiemann